Abschluss-Fachtagung des Projekts „Arbeits- und ausbildungsintegrierte Sprachförderung in Hessen (AiS-Hessen)“:
Berufliche Fachsprache – integriert und effektiv (Teil II)

Beschreibung der Workshops

  1. Situativ unterstützen – Wie geht das? Tipps und Strategien für das berufliche Bildungspersonal

„Ich habe einfach zu wenig Zeit für die Vorbereitung.“ – Wer in Unterricht und Ausbildung auch sprachlich unterstützen möchte, hat oft den Eindruck, dass die Vorbereitungsarbeiten ausufern. Welche Möglichkeiten gibt es, die Vorbereitungslast zu minimieren? Welche Strategien helfen, um die Lernenden tatsächlich situativ und individuell zu unterstützen? Wann und wie können diese Strategien sinnvoll eingesetzt werden? Unter fachlicher Leitung werden in diesem Workshop Antworten auf diese Fragen herausgearbeitet.

  1. Deutschkurs – und dann? Transferförderung am Arbeitsplatz

„Der Deutschkurs hat für meinen Mitarbeiter nichts gebracht.“ – ein bekanntes Phänomen, dem Ausbilder/-innen und Praxisanleiter/-innen immer wieder begegnen. Doch was genau steckt hinter diesem Phänomen? Und wie kann man ihm begegnen? In diesem Workshop werden einige ausgewählte Elemente der arbeitsintegrierten Sprachförderung diskutiert, die sich besonders gut eignen, um den Transfer aus dem Sprachkurs zu unterstützen.

  1. Zusatzqualifikation „Sprachförderkraft“ – Ein strategischer Vorteil auf dem Ausbildungsmarkt?

Die Bewerberprofile haben sich verändert, Sprachbildung wird immer mehr zu einem notwendigen Bestandteil des beruflichen Lernens. Gleichzeitig steigt nach wie vor der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in zahlreichen Branchen. In diesem Workshop wird daher die Zusatzqualifikation „Sprachförderkraft“ aus strategischer Sicht betrachtet: Welche Rolle spielt sie in der beruflichen Ausbildung? Welche Chancen entstehen für Einrichtungen, Betriebe und berufsbildende Schulen, die sich des Themas „Sprachförderung“ annehmen? Welche Rahmenbedingungen, welche Voraussetzungen begünstigen eine „sprachförderliche“ Berufsausbildung?

  1. Ein Blick in die (nahe) Zukunft: Sprachförderung in der generalistischen Pflegeausbildung

Durch das Pflegeberufereformgesetz werden drei bisher getrennte Ausbildungsgänge (Altenpfleger/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in) zu einem einheitlichem Berufsabschluss Pflegefachfrau/ Pflegefachmann zusammengeführt und die Curricula und Ausbildungspläne neugefasst.

Wie können die Ergebnisse des Projekts AiS-Hessen auf die neu entstehende Pflegeausbildung übertragen werden? Welche Ansätze eigenen sich besonders dafür? Welche (neuen) Bedarfe, Heraus- und Anforderungen lassen sich daraus ableiten?

Dieser Workshop richtet sich primär an Personen, die inhaltlich und konzeptionell mit der neuen Pflegeausbildung befasst sind. Er eignet sich jedoch auch für alle, die interessiert daran sind, wie sprachliche Anforderungen in einem Berufsbild in die berufsfachliche Ausbildung eingebunden werden können.