Abschluss-Fachtagung des Projekts „Arbeits- und ausbildungsintegrierte Sprachförderung in Hessen (AiS-Hessen)“:

Berufliche Fachsprache – integriert und effektiv (Teil II)

Worum geht es?

Sprachliches mit dem beruflichen Lernen verbinden – das ist das Anliegen des 3-jährigen ESF-geförderten Projekts AiS Hessen (Arbeits- und ausbildungsintegrierte Sprachförderung in Hessen), das Ende 2016 vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) initiiert wurde. Landesweit haben sich seither über 500 Lehr- und Ausbildungskräfte vorrangig aus dem Berufsfeld Altenpflege für die integrierte Sprachförderung fortgebildet – immer mit Blick auf die zentrale Frage:

„Wie gestalte ich Ausbildung und Fachunterricht so, dass die Auszubildenden mich verstehen und sich fachlich und sprachlich weiterentwickeln können?“

Im Mittelpunkt der abschließenden zweiten AiS-Fachtagung stehen die Chancen und Herausforderungen der arbeitsintegrierten Sprachförderung. Neben einem Rückblick auf die Projektarbeit werden auch übergreifende Ansätze vorgestellt und vor allem der weitere Handlungsbedarf in den Blick genommen. Vier Workshops und eine begleitende Ausstellung bieten den Teilnehmenden „Impulse für die Praxis“ und die Möglichkeit zu weiterführender Information, zum Austausch und zum „Networking“.

Weitere Informationen unter: www.ais-hessen.de

Wann?               Dienstag, 27. August 2019, 12:30 – ca. 17:00 Uhr

Wo?                   FRAP Agentur gGmbH, Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt / Main

Vorläufiges Programm:

Programm zum Download

12:30-13:00 Anmeldung
13:00-13:15 Begrüßung Conrad Skerutsch
Geschäftsführer der FRAP Agentur gGmbH
13:15-13:30 Grußwort Dörte Ahrens, Dr. Christian Mittermüller (angefragt)
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
13:30-14:00 Impulsvortrag Berufssprache Deutsch als Ausbildungsprinzip – Grundlagen, Umsetzung, Leistungen und Potentiale
Prof. Dr. Jörg Roche, Institut für Deutsch als Fremdsprache, Ludwig-Maximilians-Universität München
14:00-14:20 Vortrag Das Projekt „AiS-Hessen“ – Erfahrungen und Ergebnisse
Dr. Meta Cehak-Behrmann, FaberiS – FRAP Agentur gGmbH
14:20-14:40 KaffepauseAustausch – Besuch der Ausstellung
14:40-16:30 Workshops Sprachlernen fördern – Impulse für die Praxis:

1. Situativ unterstützen – Wie geht das? Tipps und Strategien für das berufliche Bildungspersonal
2. Deutschkurs – und dann? Transferförderung am Arbeitsplatz
3. Zusatzqualifikation „Sprachförderkraft“ – Ein strategischer Vorteil auf dem Ausbildungsmarkt?
4. Ein Blick in die (nahe) Zukunft: Sprachförderung in der generalistischen Pflegeausbildung

Ein Workshop dauert ca. 45 Minuten, jeder Workshop wird wiederholt. Sie können daher an zwei unterschiedlichen Workshops teilnehmen. Sollte einer Ihrer Wunsch-Workshops bereits ausgebucht sein, werden wir Sie informieren.
Die Beschreibung der Workshops finden Sie hier.
16:30-16:50 PräsentationErgebnisse aus den Workshops
16:50-17:00 Ausblick & Ausklang der Veranstaltung

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldeschluss: 31.07.2019

Anmeldung

Bitte wählen Sie zwei Workshops aus:

1. Situativ unterstützen – Wie geht das? Tipps und Strategien für das berufliche Bildungspersonal

„Ich habe einfach zu wenig Zeit für die Vorbereitung.“ – Wer in Unterricht und Ausbildung auch sprachlich unterstützen möchte, hat oft den Eindruck, dass die Vorbereitungsarbeiten ausufern. Welche Möglichkeiten gibt es, die Vorbereitungslast zu minimieren? Welche Strategien helfen, um die Lernenden tatsächlich situativ und individuell zu unterstützen? Wann und wie können diese Strategien sinnvoll eingesetzt werden? Unter fachlicher Leitung werden in diesem Workshop Antworten auf diese Fragen herausgearbeitet.

2. Deutschkurs – und dann? Transferförderung am Arbeitsplatz

„Der Deutschkurs hat für meinen Mitarbeiter nichts gebracht.“ – ein bekanntes Phänomen, dem Ausbilder/-innen und Praxisanleiter/-innen immer wieder begegnen. Doch was genau steckt hinter diesem Phänomen? Und wie kann man ihm begegnen? In diesem Workshop werden einige ausgewählte Elemente der arbeitsintegrierten Sprachförderung diskutiert, die sich besonders gut eignen, um den Transfer aus dem Sprachkurs zu unterstützen.

3. Zusatzqualifikation „Sprachförderkraft“ – Ein strategischer Vorteil auf dem Ausbildungsmarkt?

Die Bewerberprofile haben sich verändert, Sprachbildung wird immer mehr zu einem notwendigen Bestandteil des beruflichen Lernens. Gleichzeitig steigt nach wie vor der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in zahlreichen Branchen. In diesem Workshop wird daher die Zusatzqualifikation „Sprachförderkraft“ aus strategischer Sicht betrachtet: Welche Rolle spielt sie in der beruflichen Ausbildung? Welche Chancen entstehen für Einrichtungen, Betriebe und berufsbildende Schulen, die sich des Themas „Sprachförderung“ annehmen? Welche Rahmenbedingungen, welche Voraussetzungen begünstigen eine „sprachförderliche“ Berufsausbildung?

4. Ein Blick in die (nahe) Zukunft: Sprachförderung in der generalistischen Pflegeausbildung

Durch das Pflegeberufereformgesetz werden drei bisher getrennte Ausbildungsgänge (Altenpfleger/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in) zu einem einheitlichem Berufsabschluss Pflegefachfrau/ Pflegefachmann zusammengeführt und die Curricula und Ausbildungspläne neugefasst.
Wie können die Ergebnisse des Projekts AiS-Hessen auf die neu entstehende Pflegeausbildung übertragen werden? Welche Ansätze eigenen sich besonders dafür? Welche (neuen) Bedarfe, Heraus- und Anforderungen lassen sich daraus ableiten?
Dieser Workshop richtet sich primär an Personen, die inhaltlich und konzeptionell mit der neuen Pflegeausbildung befasst sind. Er eignet sich jedoch auch für alle, die interessiert daran sind, wie sprachliche Anforderungen in einem Berufsbild in die berufsfachliche Ausbildung eingebunden werden können.